Freitag, 10. Oktober 2014

Herbstliche Schaukästen - Bastelanleitung

Diese Woche war in Lukas' Schule Herbstwoche.

Anlässlich dessen, sollten die Schüler bis heute eine Art Herbarium (Pflanzensammlung) machen.

Es sollten entweder 4 Nadelbäume oder 4 Laubbäume und die dazugehörigen Früchte oder Zapfen gewählt werden. Diese sollten dann jeweils in einem Deckel (Pralinenschachtel etc.) aufgeklebt und beschriftet werden. Damit es etwas geschützt ist, sollte noch Folie (Frischhaltefolie o.ä.) darüber gespannt werden. Das ganze wird am 14.10. (zum Tag der offenen Tür) auch in der Schule ausgestellt und zensiert.

Lukas hat sich für Laubbäume entschieden.

Punkt 1: Blätter und Früchte einsammeln (Montag)
OK, kein Thema. Ging auch Ruck Zuck, da in der Umgebung genug verschiedene Bäume zur Verfügung stehen und auf dem Schulheimweg dafür auch genug Zeit war. Lukas hat sich auch ganz viel Mühe beim Sammeln gegeben und darauf geachtet, das es eingermaßen schöne Blätter und nur unbeschädigte Früchte sind.

Punkt 2: Deckel besorgen (Dienstag)
Wo bekommen wir nun auf die schnelle 4 Deckel her? Hmmmm...Grübel...Bingo!
Lukas war nach der Schule mit Papa in einem Schuhladen und hat einfach mal gefragt. Zack - 5 Schuhkartons bekommen. Die Unterteile sind in den Müll gewandert, weil wir ja nur die Deckel brauchen. Alle mit unterschiedlicher Größe, perfekt.

Punkt 3: Blätter Pressen (Mittwoch)
Alle Blätter nach einem Tag, mit Hilfe vieler dicker Bücher (darunter auch mehrere Bastelbücher), erfolgreich plattgemacht!

Mittwoch Nachmittag haben Lukas und ich dann alles was benötigt wurde zurechtgelegt:

Nun konnte es losgehen.


Erstmal sollten die Deckel mit einem schönen Papier beklebt werden. Ich hatte ja neulich bei Papiria was gekauft und da war so ein toller Block dabei:
Es sind einige Papiere mit tollen Herbstfarben drin, also genau richtig für unser Vorhaben.

 Lukas hat zu jedem Baum einen passenden Hintergrund ausgesucht und ich habe dann das jeweilige Papier mit doppelseitigem Klebeband aufgeklebt. Lukas hat mir das überlassen, weil er das nicht so gut kan, und es ja schln aussehen soll. Auch die Blätter habe ich so befestigt, weil Lukas sich das nicht zugetraut hat. Er hatte total Angst das sie dabei kaputt gehen. Das Doppelseitige Klebeband  macht sich super dafür und die Blätter reißen auch nicht ein, wenn man die Schutzfolie entfernt.  Die Früchte habe ich dann mit Hießkleber aufgeklebt. Da traut sich Lukas auch nicht ran, weil er Angst hat sich zu verbrennen.

Die Kastanien habe ich an der Klebestelle ein wenig mit dem Skalpell abegschabt, damit der Heißkleber besser hält. Man kann sie auch mit Schleifpapier anrauhen, aber ich hatte gerad keins zur Hand. Aus einer Bastelgruppe hatte ich den Tip bekommen sie anzurauhen, da es sonst möglicherweise nicht hält, weil die Kastanien zu glatt sind:

Bei der Eiche musste ich ein Stück Papier unten anfügen, was ich vorher an der Seite abegschnitten hatte, weil der Deckel größer als das Papier aus dem Block ist. Fällt aber garnicht weiter auf:

 Beim Ahorn hat das Papier genau ausgereicht. Unten habe ich dann noch einen Streifen goldenes Klebeband aufgeklebt, damit man die Schrift da nicht mehr sieht:
Ein bisschen viel Heißkleber unten in der Ecke, aber es soll ja halten. Die "Fäden" habe ich natürlich noch entfernt.
Hier habe ich einen Deckel zerschnitten, also einen Teil vom Boden entfernt, aber dabei den Rand links und rechts stehen lassen. Dann hab ich einfach die Ränder wieder umgeknickt und schon hatten wir einen kleineren Deckel.

Auch für die Birke brauchte ich nur einen kleineren Deckel. Ich hatte zum Glück noch eine Pappe von Babygläschen da und die Größe schien mir genauch recht. Ich habe die Verklebungen gelöst und den Rand einheitlich auf 1,5 cm zurechgeschitten. Dann habe ich doppelseitiges Klebeband auf die Pappe geklebt und diese dann auf die Rückseite des Papiers aufgebracht. Ich habe ringsherum einen großzügigen Rand gelassen, die nötigen Aussparungen an den Ecken eingeschnitten und wieder zusammen geklebt. Das überstehende Papier habe ich dann einfach umgeschlagen und Außen festgeklebt.

Die kleinen Samen habe ich mit Hilfe von ZIG Two Way Glue (1 mm) aufgeklebt. Eine echte Fizzelarbeit, aber da kam der Perfektionismus dann ein bisschen durch. Hält auch sehr gut muss ich sagen und sieht toll aus, wie ich finde.

 Nach guten 6 Stunden Arbeit (15:30 - 21:30 Uhr), Lukas lag inzwischen schon längst im Bett, waren dann die 5 Schaukästen, fast fertig. Es fehlte jetzt nur noch die Beschriftung und die Folie, aber das wollte ich am Donnerstag machen.

Als ich endlich fertig war und den Bastelkram weggeräumt hatte, chattete ich noch mit meinem Nachbarn und schrieb ihm was ich gebastelt hatte. Er meinte dann, das ich auch hätte Edelkastanie verwenden können, wo doch ganz in unserer Nähe ein paar Bäume stehen und viele Lehrer diese kaum kennen würden.

Das fand ich ein gute Idee. Ich wollte auf jeden Fall noch eine Schaukasten damit machen.

Am Donnerstag Vormittag, nachdem ich den Kurzen aus der Kita geholt hatte (er ist gerade in der Eingewöhnungszeit), führte uns unser Weg schnurstracks zu der Stelle, wo die Edelkastanien stehen. Ich war nicht alleine zum Einsammeln da. Eine ältere Dame wollte ebenfalls welche, aber nur die Früchte um sie später zum Verzehr zuzubereiten.

Ich brauchte aber das komplette Paket. Man sind die Hüllen pieksig - wie kleine Igel. Ich wollte aber unbedingt auch diese mit aufkleben.

Nachdem ich ein paar Blätter, Hüllen und Maronen eingesammelt hatte, ging es Heim um die Blätter gleich zu Pressen. Schließlich musste heute noch ein kompletter Schaukasten enstehen.

Am Abend habe ich dann ein paar kleine Schildchen mit einem goldenen Marker beschriftet und mit dicken Schaumklebepads aufgeklebt:









 Als auch das erledigt war, nahm ich mir den letzten noch vorhandenen Deckel und legte los.

Da dieser auch größer als das Papier aus dem Block war überlegte ich kurz was ich machen und entschied mich dann einfach für Tapete. Nachdem ich einen passenden Rest gefunden und angepasst, hatte, bezog ich auch diesen Deckel komplett und war super zufrieden mit dem Ergebnis.

Danach habe ich auch hier alles mit Lukas einverständnis platziert und aufgeklebt. Zum Aufkleben der Hüllen habe ich auch Heißkleber und eine Schere zum andrücken verwendet. Die Maronen (Esskastanien) habe ich auch an den Klebestellen ein wenig abgeschabt bzw. die ganze Frucht zerteilt:

Ich habe mir beim Zerschneiden doch tatsächlich mit dem Skalpell in die Hand gestochen. Genau 1 cm unterhalb der Sehne zwischen Daumen und Zeigefinger. War zwar nur ein kleiner Pieks, aber tief genug das es gleich ein wenig geblutet hat und heute immernoch weh tut. Pflaster drauf und weiter gings. Die Folie fehlte ja überall noch.

Zuerst wollte ich solche Folie nehmen, womit man auch Geschenke verpackt. Wenn man die doppelt nimmt, müsste das doch stabil genug sein.

Dann aber, hatte ich die zündende Idee und nahm einfach Bucheinschlagfolie. Davon hatte ich noch eine Rolle übrig, und die lag auch schon ewig ungenutzt rum. Außerdem ist sie sehr stabil und man muss nicht mehrere Lagen davon verwenden.

 Gesagt getan.

Gott war ich froh, das sie genau für alle 6 Deckel gereicht hat. Zum Befestigen habe ich transparentes Paketklebeband benutzt, weil es schön breit ist. Ich habe noch ein größeres Stück Folie übrig. Da dort nämlich ein Knick drin ist, wollte ich das auf keinen Fall für die Schaukästen verwenden, weil man den ja dann gesehn hätte. Und das geht für mich garnicht, auf sowas lege ich nämlich viel Wert. Ich hätte es nur benutzt, wenn die Folie nicht gereicht hätte. Hat sie ja aber zum Glück. Juhuuuuu.

So schauen die fertigen Kästen nun im Einzelnen aus:
 

 Als alle Deckel fertig waren, habe ich außerdem auf die Rückseite jeweils noch einen breiten Streifen (ca. Größe des Deckels) Pappe geklebt, das man die Kästen auch aufstellen kann:
Die Pappstreifen habe ich mit Hilfe eines Lineals oben umgebogen, damit der Knick gleichmäßig wird. Befestigt habe ich sie mit doppelseitigem Klebeband und zusätzlich noch einem Streifen transparentem Paketklebeband oben drüber.

Ich bin schon ganz schön stolz auf die fertigen Werke. Sie sind besser gelungen als ich es mir vorgstellt hab. Lukas ist auch ganz begeistert davon und als er sie heute abgegeben hat, da meinte seine Lehrerin, das das bis jetzt die coolsten sind.

Wenn das mal keine glatte 1 wird:

Ich bedanke mich bei allen Lesern, die bis hierhin duchgehalten haben und wünsche euch ein schönes Wochenende.

Bis bald und ganz liebe Grüße,

eure Kathleen.

Kommentare :

  1. Moin Kathleen,
    puuuhhh, ja, ich habe durchgehalten. Ist ja schon ein ganz schön langer Post, aber sehr interessant. Ihr habt eine wunderschön Gemeinschaftsarbeit abgeliefert. Von mir bekommt Lukas schon mal eine 1+++!
    Die Schaukästen sehen so megaschön aus. Gut, das Lukas nicht geklebt hat, sonst hätte es am Ende noch zwei Verletzte gegeben. Da hast du mit deinem Pieks ja nochmal "Glück" gehabt. Hätte schlimmer sein können. Hihi, heute chattet man mit dem Nachbarn, früher hat man einfach mal an der Tür geklingelt, hihi. Ist schon lustig.
    Ich wünsche dir und deinen Lieben ein schönes Herbstwochenende und dir besonders morgen einen wunderschönen Tag *zwinker*.
    Liebe Grüße Heidi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Heidi,

      ja der Post ist ganz schön lang, aber ich hatte ja auch viel zu erzählen, hihi.

      Es ist leider nicht nur bei dem Pieks geblieben. Ich habe mich auch 3 x am Heißkleber ein bissi verbrannt, aber wenn man ganz schnell mit dr Hand wedelt, geht es schnell vorrüber und der Kleber lässt sich ja abfriemeln.

      Es war kurz nach 10 als ich alles weggeräumt hatte und ich wollte noch in die Wanne. Deshalb hab ich per Handy mit dem Nachbarn getextet. Sonst bevorzugen wir auch lieber das persönhliche Gespräch.

      Auch dir ein schönes Herbstwochenende.

      P.S.: Ganz lieben Dank für deine Post. Ich bin schon ganz hibbelig was da wohl drin ist.

      Löschen

Vielen Dank für deinen Kommentar zu meinem Post. Ich werde dir ggf. gerne so schnell wie möglich Antworten. Ich freue mich sehr über ein paar nette Worte von dir.

Ganz liebe Grüße

Kathleen